In Ketose

Ja, es ist richtig, die ketogene Ernährung ist eine eingeschränkte Ernährungsform, das braucht man nicht zu bestreiten, schließlich werden Kohlenhydrate zum größten Teil aus unserem Alltag gestrichen. Aber so negativ wie die Medien Low Carb und Keto mit Crash Diäten oder extremen Ernährungsformen verbinden, ist die ketogene Ernährung bei weitem nicht. Kohlenhydrate sind natürlich ein bequemes Kissen für den Körper, wir sind Kohlenhydrate und Zucker gewohnt und sie liefern uns ganz einfach Energie, gleichzeitig sind sie aber auch Auslöser für viele Krankheiten und der Grund warum viele Menschen Übergewichtig sind.

Keto ist weder „extrem“, noch eine Crash Diät. Die ketogene Ernährung ist eine gesunde Lebensweise und ein erfolgreicher Weg zur Fettverbrennung und Wohlbefinden, letztendlich ist der Zustand der Ketose ein normaler, menschlicher Stoffwechsel. Nun, eine Nebenwirkung gibt es hin und wieder doch zu berichten, die so genannte „Keto Grippe“ welche Aufgrund grippeähnlicher Symptome auf dem Weg zur Adaption diesen Namen bekommen hat. Doch gleich ein Trost, die Symptome sind weder gefährlich, noch halten sie lange an, lediglich bei der Umstellung auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung können diese auftreten. Mit ein paar kleinen Tipps bekommt man diese aber genauso schnell wieder weg, wie sie kamen.

Die Symptome

Jeder Mensch ist anders und so empfindet jeder den Verzicht auf Kohlenhydrate anders. Der eine kann schlagartig komplett darauf verzichten und spürt nichts, der andere tastet sich langsam heran und hat bereits am nächsten Tag Beschwerden. Es muss nicht zur Keto Grippe kommen und vor allem bezweifle ich, dass du bei der Umstellung zur Ketose alle Symptome erfahren wirst, meist bleibt es bei ein oder zwei Wehwehchen.

Die häufigsten Symptome sind:

  • Kopfschmerzen & Übelkeit
  • Schwindel & Müdigkeit
  • Kreislaufprobleme & Benebelheit
  • Reizbarkeit
  • Schnupfnase
  • Schlafstörung
  • Muskelkrämpfe

Aufgrund der Keto Grippe, oder besser gesagt der Übergangs-Erscheinung schmeißen viele Menschen das Handtuch und befürchten ihr Körper kommt mit dem reduzierten Maß an Kohlenhydraten nicht zurecht. Die Symptome sind jedoch keine Warnsignale, sondern eher Zeichen, dass dem Körper die Kohlenhydrate ausgehen und er noch nicht weiß wie ihm geschieht. Nun heißt es, dem Körper beizubringen Fett als Energiequelle zu nutzen. Damit die Symptome uns die Umstellung in die Ketose nicht unnötig schwer machen, gibt es ein paar einfache Mittel um diese zu behandeln.

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Aber wie lange hält die Keto Grippe an? Dies ist von Person zu Person unterschiedlich und auch ob man vorher schon einmal ketogen gelebt hat, oder es die erste Umstellung sein wird. Wenn ich mich recht erinnern kann, fühlte ich mich rund eine Woche richtig schlapp und hatte Kopfschmerzen, es kann aber sogar bis zu zwei Wochen oder länger dauern, bis die Symptome vollständig verschwunden sind und von den Vorteilen der Ketose abgelöst werden.

Solltest du also während der Umstellung die grippeähnlichen Symptome verspüren, lautet der wichtigste Tipp von allen: DURCHHALTEN! Es wird sich lohnen. Auch wenn der Drang nach Süßigkeiten, Zucker, Brot usw. noch so groß sein wird. Hat sich dein Körper erst einmal umgestellt, wird es dir leichtfallen, auf ungesunde Kohlenhydrate zu verzichten. Der Zustand der Ketose bringt Unmengen an Vorteile mit sich, du wirst keinen Heißhunger mehr verspüren, bist lange satt und das Verlangen nach Süßkram gehört der Vergangenheit an. Zucker macht süchtig! Und der Entzug bringt eben ein paar harmlose Symptome mit sich, hat man diese Hürde überwunden, verschwindet auch das Verlangen danach.

Die 4 wichtigen Regeln

Trinke genug

Durch das Leeren der Glykogenspeicher und dem niedrigen Insulinspiegel verliert der Körper eine Menge Wasser, dies gilt zu kompensieren. Du wirst merken, wie der Körper plötzlich durstiger ist als sonst, also trinken! Am besten eignet sich hier natürlich Wasser.

Salz / Elektrolyte

Da der Körper Wasser verliert, werden auch Elektrolyte, vor allem Natrium aus dem Körper geschwemmt. Der niedrige Insulinspiegel signalisiert der Nieren nicht mehr, Wasser und Natrium zu speichern, also salze dein Essen ordentlich und mische eine Prise Salz in dein Wasser. Alternativ kann man natürlich mit Elektrolytepulver nachhelfen. Der beste Weg jedoch ist der Griff zu Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Elektrolyten:

Natrium – Salz, Bacon, Essiggurken und Brühe.
Magnesium – Mandeln, Nüsse, Fisch, Spinat und dunkle Schokolade.
Kalium – Avocados, Nüsse, Lachs, Pilze, Spinat und Grünkohl.
Kalzium – Mandeln, Käse, Blattgemüse, Brokkoli und Meeresfrüchte.

Mehr Fett

Da dein Körper nun die Lieblingsenergiequelle (da faul) Kohlenhydrate verloren hat, greift er auf Fett als Energie zurück. Gerade in der Übergangsphase, wenn der Körper noch nicht auf die eigenen Reserven zurückgreift, sollte man ausreichend gute Fette zu sich nehmen. Der Körper kann tierische Fette nicht sofort zu Energie umwandeln, da diese einen langen Weg durch das Lymphsystem zurücklegen müssen, bevor sie in der Leber landen und umgewandelt werden. Hier hilft dir MCT Öl zu einer schnelleren Keto-Adaption. MCT Öl besteht aus mittelkettigen Triglyceriden die ohne Umwege in der Leber landen und dort in Ketone umgewandelt werden.

Gute Nacht

Schlaf ist ein absolut wichtiger Faktor, nicht nur in der Ketose, im Leben generell. Guter Schlaf kann Stress reduzieren und hält somit den Cortisolspiegel im Griff. Cortisol ist ein Stresshormon welches die Symptome der Keto Grippe verschlimmern und die Adaption erschweren kann. Nimm deine Nachtruhe ernst und versuche zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf zu bekommen.

Hattest du mit der Keto Grippe zu kämpfen? Wie lange hat das Ganze bei dir angedauert? Hinterlasse gerne einen Kommentar und diskutiere mit anderen auf unserer Facebook-Seite.

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