In Ketose

Zeit für ein klein wenig Aufklärungsbedarf, es gibt nämlich einen großen Unterschied zwischen der Ketose und der Keto Adaption. Um den Stoffwechsel auf Ketose umzuschalten genügt es im Grunde die Makronährstoffe die wir zu uns nehmen anzupassen. Der Körper verbrennt das zu Energie was er geliefert bekommt, ganz egal ob Ketone, Glukose oder Alkohol.

Das erste Ziel der ketogenen Ernährung ist es, in die Ketose zu gelangen. Als Ketose beschreibt man den Zustand des Körpers in dem er Fett zerlegt und Ketone in den Blutkreislauf entlässt. Wie kommen wir in Ketose? Ganz einfach, durch Fasten zum Beispiel oder durch eine Reduzierung der Kohlenhydrate. Die Ketose ist kein Hexenwerk sondern ein ganz natürlicher Stoffwechsel. Ich wette sogar, dass jeder erwachsene Mensch schon einmal in Ketose war, mal einen Tag Abends Fleisch mit etwas Blumenkohl gegessen und zum Frühstück Eier mit Speck, oder mal 24 Stunden gefastet…und voila da ist die Ketose.

Zu diesem Zeitpunkt lassen sich die Ketonkörper mittels Ketostix im Urin feststellen, dies bringt aber tatsächlich nichts. Die Ketose erreicht ihr mit sehr, sehr hoher Sicherheit, also spart euch das Geld. Denn das Ergebnis ist auf Dauer nicht hilfreich…trinkt ihr viel, schwitzt beim Sport, seit adaptiert, das alles beeinträchtigt das Ergebnis auf den Teststreifen ohne euch zu sagen warum.

Das Hauptziel der ketogenen Ernährung ist aber die Adaption, das bedeutet, dass der Körper nun gelernt hat Fett als neuen und primären Energielieferanten zu sehen und dementsprechend auch zu nutzen. Der Körper braucht nun keinen Zucker mehr, keine Kohlenhydrate sondern holt sich die Energie aus Fett (Fett ist ein weit besserer Lieferant für Energie als Kohlenhydrate). Für die Verwandlung von Fett in Energie werden andere Enzyme benötigt als es bei Zucker der Fall war. Daher dauert die Adaption ein wenig, bei dem einen kann es schnell gehen und er ist in 4 Wochen adaptiert, manch anderer braucht 4 Monate.

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Sobald der Körper in die Ketose gelangt, wird auch Fett in Energie umgewandelt, warum also sind wir dann noch nicht adaptiert? Und wenn ich genug Fett zu mir nehme, warum fühle ich mich dann Anfangs so ausgelaugt und schlapp? Zu Beginn der Ketose hat der Körper noch nicht genügend dieser Fett verwandelnden Enzyme, daher werden die Ketone anfangs nur in begrenzter Zahl genutzt, die Menge steigt aber mit der Zeit und die Zellen ändern die Art der Energieaufnahme. Das Ganze braucht einfach seine Zeit…aber ist es einmal so weit, dann werdet ihr vor Energie nur so strotzen!

Ist der Körper erst einmal adaptiert sind Fett und die Ketonkörper der beste Freund und stellen den primären Energielieferanten für den Körper dar. Der Hormonspiegel ändert sich, die Blutzuckerwerte sind niedriger, der Körper trägt weniger Wasser mit sich herum und läuft wie geschmiert. Die Energie die euch nun zur Verfügung steht (der Körper hat schließlich immer eine bestimmte Menge an Fett dabei) ist schier endlos, Sport, Ausdauer, Kraft…alles ist wieder wie vorher, oder sogar besser!

Ein weiterer, enormer Vorteil an der Keto Adaption ist neben der Ausdauer, der Energie und natürlich der Gewichtsreduktion die mentale Klarheit. Der Kopf ist plötzlich frisch, man ist fokussierter und konzentrierter denn je. Vorbei mit dem Nebel im Kopf und den Durchhängern von früher, man ist einfach „cooler“ vom Kopf her und alles läuft flüssiger. Auch morgens muss ich mich nicht mehr aus dem Bett quälen, sondern wache viel entspannter und nicht mehr so schlapp auf.

Bedenkt bitte, dass jedes Mal wenn der Körper wieder eine andere Energiequelle bekommt, diese zuerst genutzt wird, da sie leichter zu verwenden ist. Baut ihr also während der Adaptionsphase einen Carb Refeed ein, dauert es um einiges länger bis ihr adaptiert seid. Trinkt ihr Alkohol (auch ohne Kohlenhydrate) stoppt dies die Erstellung von Ketonen, da aus dem Alkohol die Energie gewonnen wird.

Ich versuche es mal kurz zu fassen: Esst mehr Fett und verzichtet auf Kohlenhydrate, seid ihr einmal in der Ketose, bleibt dabei und der Körper kümmert sich ganz automatisch um den Rest. Ketose ist wie gesagt keine Zauberei, haltet euch an die wenigen und einfachen Spielregeln und ihr werdet adaptiert. Erwartet aber nicht, dass das Ganze über Nacht passiert. Der Körper hat sich über viele Jahrzehnte daran gewöhnt seine Energie aus Zucker zu gewinnen und plötzlich entzieht ihr ihm diesen Nährstoff und zwingt ihn dazu umzudenken. Das warten lohnt sich aber!

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  • […] als Kohlenhydrate. Mehr über die Ketose und Keto-Adaption kannst du in den Artikeln “Fat for Fuel – Der Unterschied zwischen Ketose und Adaption” und “Was ist die ketogene Ernährung” […]

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